Passende Mobilität für Mitarbeitende an verschiedenen Standorten schaffen

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Die Realität ist unterschiedlich

Jobs von Großstadtbüro, ländlicher Produktion, Home-Office, Außendienst bis Schichtarbeit unterscheiden sich in der Mobilitätsanbindung z.T. sehr stark und können nicht immer gleich behandelt werden.

Viele Unternehmen stehen vor derselben Herausforderung: Sie möchten ihren Mitarbeitenden einen attraktiven Mobilitätsbenefit anbieten, doch die Belegschaft hat völlig unterschiedliche Anforderungen.

Während Mitarbeitende am Berliner Standort täglich mit S- und U-Bahn ins Büro fahren, sind Kolleginnen und Kollegen an einem Produktionsstandort im ländlichen Raum häufig auf das Auto angewiesen. Außendienstmitarbeitende sind regelmäßig mit der Bahn unterwegs, während Teilzeitkräfte oder Hybrid Worker nur wenige Tage pro Woche pendeln und Schichtarbeiter tags wie nachts zur Arbeit fahren müssen.

Die Folge: Ein Mobilitätsangebot, das für die eine Gruppe hervorragend funktioniert, bietet für andere kaum einen Mehrwert.

Gerade größere Mittelständler und Konzerne mit mehreren Standorten stellen deshalb fest, dass klassische Lösungen wie ein Jobticket oder ein pauschaler Fahrtkostenzuschuss die Realität vieler Mitarbeitender nicht mehr ausreichend abbilden.

 

Das Problem: Ein Benefit für alle wird schnell unfair

Auf den ersten Blick erscheint ein einheitlicher Mobilitätsbenefit attraktiv. Die Umsetzung ist einfach, die Kommunikation klar und die Kosten kalkulierbar. In der Praxis entstehen jedoch häufig Ungleichgewichte:

Beispiel 1: Der Großstadtstandort

Mitarbeitende profitieren von einer hervorragenden ÖPNV-Anbindung und nutzen das Deutschlandticket oder Jobticket nahezu täglich.

Beispiel 2: Der Produktionsstandort

Der nächste Bahnhof liegt mehrere Kilometer entfernt. Schichtzeiten passen oft nicht zu Fahrplänen. Das angebotene Ticket bleibt ungenutzt.

Beispiel 3: Hybrid arbeitende Teams

Wer nur ein oder zwei Tage pro Woche im Büro ist, benötigt häufig kein monatliches Ticket, sondern flexible Mobilitätslösungen für einzelne Fahrten.

Beispiel 4: Außendienst und Projektmitarbeitende

Sie wechseln regelmäßig Standorte und benötigen unterschiedliche Verkehrsmittel abhängig von Einsatzort und Reisezweck.

Beispiel 5: SchichtarbeiterJeder Schichtarbeiter, ob in Produktion, Pflege, Offentliche Sicherheit oder anderen Zweigen ist darauf angewiesen zu jeder Tageszeit zur Arbeit zu gelangen. Das schränkt die Mobilität zu gewissen Urhzeiten des Tages strak ein.

Ein einheitlicher Benefit führt daher oftmals dazu, dass ein Teil der Belegschaft einen hohen Nutzen hat, während andere Mitarbeitende kaum profitieren.

 

Warum klassische Zuschüsse an Grenzen stoßen

Viele Unternehmen setzen noch auf:

  • Fahrtkostenzuschüsse
  • Jobtickets
  • Deutschlandtickets
  • Tankkostenzuschüsse

Diese Maßnahmen erfüllen ihren Zweck, lösen aber selten die gesamte Mobilitätssituation einer vielfältigen Belegschaft.

Besonders in Unternehmen mit mehreren Standorten entstehen dadurch neue Herausforderungen:

  • unterschiedliche Pendelwege
  • verschiedene Arbeitszeitmodelle
  • regionale Unterschiede bei der Infrastruktur
  • hoher Verwaltungsaufwand
  • steigende Kosten bei geringer Nutzung

Gleichzeitig erwarten Mitarbeitende heute zunehmend flexible Benefits, die sich an ihrer persönlichen Situation orientieren.

 

Was Unternehmen stattdessen brauchen

Die entscheidende Frage lautet nicht: Welches Verkehrsmittel sollen wir fördern?

Sondern: Wie können wir unterschiedliche Mobilitätsbedürfnisse mit einem einheitlichen Benefit abdecken?

Genau hier gewinnt das Mobilitätsbudget an Bedeutung.

Anstatt ein bestimmtes Verkehrsmittel vorzuschreiben, erhalten Mitarbeitende ein Budget, das sie innerhalb definierter Rahmenbedingungen flexibel nutzen können. Dadurch entsteht ein Benefit, der sowohl für den Stadtpendler als auch für Mitarbeitende in ländlichen Regionen relevant sein kann. 

 

Mobilitätsbudget: Ein Benefit für unterschiedliche Mobilitätsrealitäten

Ein Mobilitätsbudget verfolgt einen anderen Ansatz als klassische Einzelbenefits. Es orientiert sich nicht an einem Verkehrsmittel, sondern an den tatsächlichen Mobilitätsbedürfnissen der Mitarbeitenden. Das bietet Unternehmen mehrere Vorteile:

1. Größere Akzeptanz innerhalb der Belegschaft

Mitarbeitende können den Benefit entsprechend ihrer persönlichen Situation nutzen.Dadurch steigt der wahrgenommene Wert der Leistung deutlich.

2. Mehr Fairness

Städtische Standorte profitieren ebenso wie ländliche Regionen.Der Benefit wird nicht ausschließlich für eine bestimmte Nutzergruppe entwickelt.

3. Zukunftssicherheit

Arbeitsmodelle verändern sich.Mitarbeitende wechseln zwischen Homeoffice, Büro, Außendienst und Geschäftsreisen.Ein flexibler Benefit kann diese Veränderungen deutlich besser begleiten als starre Mobilitätsangebote.

4. Weniger Komplexität für HR

Moderne Plattformlösungen ermöglichen die zentrale Verwaltung, Abrechnung und Dokumentation verschiedener Mobilitätsleistungen.Gerade bei mehreren Standorten kann dies Prozesse erheblich vereinfachen.

 

Warum das Thema auch Betriebsräte interessiert

Betriebsräte achten besonders darauf, dass Benefits möglichst vielen Mitarbeitenden zugutekommen.

Mobilitätsangebote, die faktisch nur von einer bestimmten Gruppe genutzt werden können, führen häufig zu Diskussionen über Fairness und Gleichbehandlung.

Ein flexibler Ansatz ermöglicht hingegen eine breitere Nutzung über unterschiedliche Beschäftigtengruppen hinweg:

  • Schichtmitarbeitende
  • Teilzeitkräfte
  • Hybrid Worker
  • Außendienstteams
  • Verwaltungsmitarbeitende
  • Beschäftigte an verschiedenen Standorten

Dadurch kann die Akzeptanz neuer Mobilitätsangebote deutlich steigen.

 

Fazit: Mitarbeitermobilität ist kein Einheitsproblem

Unternehmen mit mehreren Standorten stehen vor einer besonderen Herausforderung: Sie müssen unterschiedliche Mobilitätsrealitäten unter einen Hut bringen. Großstadtpendler haben andere Anforderungen als Mitarbeitende in ländlichen Regionen. Hybrid Work verändert das Pendelverhalten zusätzlich. Gleichzeitig erwarten Mitarbeitende individuelle und flexible Benefits.

Deshalb stellt sich 2026 für viele Unternehmen nicht mehr die Frage, ob sie Mobilität fördern sollten, sondern wie sie dies möglichst fair, flexibel und administrativ effizient gestalten können.

Ein Mobilitätsbudget kann genau dabei helfen, weil es nicht von einem Verkehrsmittel ausgeht, sondern von den unterschiedlichen Bedürfnissen der Menschen.

Kurz gesagt:Unternehmen brauchen heute keinen Mobilitätsbenefit für Großstadtpendler. Sie brauchen einen Mobilitätsbenefit für ihre gesamte Belegschaft.